Portugal 2011: Ums Haus herum
Vor einigen Monaten wurden Bianca und ich gefragt, ob wir Interesse daran haben, in Portugal auf das Haus von Horst und Ulrike, sowie deren Hunde aufzupassen. Zuerst war ich etwas skeptisch, im Urlaub bei fremden Leuten “arbeiten”, aber wie könnte ich behaupten, dass so ein Job keinen Spaß macht, wenn man es nicht ausprobiert. Wir sagten zu.
Am 27.05.2011 ging es los und wir starteten vom Flughafen Frankfurt-Hahn in Richtung Faro. Ein wenig aufgeregt aber zugleich auch neugierig waren wir gespannt darauf, was uns erwartet. In Faro wurden wir von Horst abgeholt und auf der ca. 1-stündigen Fahrt Richtung Bensafrim haben wir uns angeregt mit ihm unterhalten. Auf unserer Fahrt wurde die Besiedlung immer spärlicher und die Landschaft sehr hügelig. Ulli erwartete uns bereits und nach unserer Ankunft hatten wir gerade einmal Zeit, unsere Koffer auszuladen, denn die beiden luden uns an diesem Abend zum Essen im Pont’a Pé in Aljezur ein. Dort gab es allerlei landesübliche Leckereien: Herzmuscheln und leckeren Käse als Vorspeise, Corvina (Adlerfisch) als Hauptgericht und zum Nachtisch einen Mandelpudding (supersüß aber auch extrem lecker). Es war ein wunderbarer Abend und die Chemie zwischen uns stimmte auch.
Am nächsten morgen klingelte um kurz nach sieben der Wecker, da wir ab diesem und in den kommenden Tagen von Ulli in den Umgang und den Tagesablauf mit den Hunden eingewiesen wurden. Sunny, Cookie, Annique, Fancy, Jada, Dixie, Sidney, Clayton, Leeroy, Vincent (Gordon Setter), Dana (Hovawart) und Laszlo (Cão da Serra da Estrela) empfingen uns sehr stürmisch. Wolly (Gordon Setter) lernten wir erst später kennen, da er wegen einer vorangegangenen Kreuzband-OP im Haus bleiben musste. Wie sollten wir bloß die Hunde auseinander halten? Sie sahen zuerst einmal alle gleich aus, aber im Laufe der nächsten Tage schafften wir es sie zu unterscheiden. Nach vier Tagen Einarbeitung war es dann soweit, Ulli und Horst flogen nach San Francisco und wir waren mit den Hunden auf uns alleine gestellt, hatten aber vorher entsprechende Ansprechpartner, falls es zu Problemen kommen sollte, kennen gelernt. Bis auf einen Besuch beim Tierarzt und einer Hündin, die in dieser Zeit läufig wurde, gab es aber keine nennenswerten Vorfälle.
In den Vormittagsstunden bin ich häufig mit der Kamera bewaffnet auf dem Grundstück umhergestreift und habe Bilder von allem Möglichen gemacht, was mir vor die Linse kam. An den Nachmittagen haben wir Ausflüge zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung unternommen, aber davon berichte ich in den kommenden Artikeln.