Urlaub in der Sächsischen Schweiz: Teufelsschlucht und Felsenburg Neurathen

Nachdem wir einen Tag im Trockenen verbracht haben, hat uns am Mittwoch morgen (4.8.2010) ein freundliches Wetter begrüßt. Also haben wir nicht lange gefackelt und uns gleich auf den Weg zu einer Wanderung gemacht. Ausgangspunkt für die Wanderung war Stadt Wehlen. Vom Parkplatz aus geht man ein Stück zurück nach Dorf Wehlen, biegt dort ins Feld ab und erreicht nach einer kurzen Wegstrecke den Eingang zur Teufelsschlucht. Eine beeindruckende und tief eingeschnittene Schlucht mit Durchgängen, die wir teilweise überklettern mussten, da der Boden sehr Schlammig war und wir auf allen Vieren hätten kriechen müssen. In der Mitte der Schlucht befindet sich die Heringshöhle, die circa 10 Meter tief in den Fels hineinreicht. Weiter ging es über den Steinernen Tisch und den Aussichtspunkt Kleine Gans in die Schwedenlöcher – Eine größere und noch tiefere Schlucht. Über unzählige Treppenstufen geht es hinab in Richtung Amselgrund und weiter zum Amselfall. Ein kleiner Wasserfall, der sich gegen eine Gebühr von 0,30 € “aktivieren” ließ. Das fanden wir übrigends etwas merkwürdig – war doch der Wasserfall schon vorher da. Schade, dass man sich daran in Form einer Touristenattraktion bereichert, oder man dafür sein Geld lassen muss. Natur ist schließlich für alle da und bitte kostenlos, aber das ist nur meine Meinung dazu. Nachdem wir den Wasserfall sich ein paar mal haben ergießen lassen, ging es über sehr viele Treppenstufen weiter zur Bastei hinauf. Auf dieser Felsformation gab es einmal eine Felsenburg, welche direkt auf und in den Fels gebaut war. Die Leistung der Erbauer ist beeindruckend, wenn man sich vorstellt, wie sie (vermutlich schon im 11. Jahrhundert) nur mir Säge und Pickel ausgerüstet, die Burg auf den Fels gesetzt haben. Nachdem wir die Bastei hinter uns gelassen hatten, ging es zurück über den Steinernen Tisch und durch Stadt Wehlen zurück zu unserem Ausgangspunkt. Das Wetter war zum Wandern wirklich klasse, aber um tolle Fotos zu knipsen, war der Himmel leider viel zu häufig von grauen Wolken bedeckt. Da muss ich auf jeden Fall nochmal hin – aber dann bei Sonnenschein und wolkenlosem Himmel.

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