Der etwas andere Blick auf den Winter
Mit der Kamera bewaffnet war ich heute Mittag im Wald unterwegs. Leider war der Himmel ziemlich bedeckt – kein gutes Wetter um zu fotografieren, dachte ich. Nach ein paar doch relativ neutral Grau geratenen Bildern habe ich die Aufnahmebedingungen etwas umgestaltet. Mit etwas längerer Belichtungszeit, kleiner Blende und Systemblitz kann man schließlich auch nette Bilder erzeugen, wenn man auf das Objekt der Begierde beim Auslösen zoomt und auf den hinteren Verschluss blitzt.
lieber matthias,
schön, dass du mal wieder zeit gefunden hast, mit der kamera hinauszugehen. ich denke, es kostet schon überwindung, bei einem solchen wetter, einem solchen schneetreiben hinauszugehen und zuweilen ist es auch schon eine herausforderung, bei diesem kalten wetter, die hände und somit die kamera ruhig zu halten.
um es kurz zu machen – mein absoluter favorit ist a-z-b 3!
ganz einfach deshalb: eine sehr ästhetische komposition in der eine gewisse ruhe aber auch eine anregende spannung liegt.
für mein persönliches empfinden, hätte ich das blatt noch etwas mehr in richtung rechten bildrand hin orientiert. das hätte zum einen für etwas mehr entspannung beim hineingehen in das bild gesorgt aber beim verlassen – am rechten rand – die nötige spannung und den nötigen kontrast erhalten, den man braucht, um einer komposition spannung und entspannung zu geben.
aber das sind nur nuancen – alles in allem ein sehr stimmiges bild, das mich sehr anspricht.
bei a-z-b 4 wurde mir spontan etwas schwindlig -das kann aber auch an meinen gleitsichtgläsern liegen
die sehr stark betonten *strahlenbilder* liegen mir nicht so sehr. auch wenn das motiv eigentlich ein spannendes ist, haben sie mir durch diese strahlen oder gar durch diesen angedeuteten *heiligenschein* einen etwas zu klerikalen ausdruck.
*waldweg 1* hat was. die strahlen laufen nicht vom zentrum nach aussen wie bei den anderen strahlenfotos sondern sie kommen vom linken bildrand in einer aufsteigenden diagonalen zum rechten obern bildrand. dieses bild hat eine sehr ausgeprägte struktur, quasi einen duktus wie mit einem groben borstenpinsel gemalt und trotz der fast monochromen ausprägung erreicht das bild einen positiven grundklang durch die struktur und vor allem durch die aufsteigenden diagonalen.
eine schöne ausbeute, matthias – du hast dich, seit wir uns kennen, enorm entwickelt – ich staune wohlwollend
mit lieben grüssen
ralf …